Tiny Eco Village

Ein neues WIR entsteht

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Die Welt ist im Wandel – diesen Satz kennen wir spätestens seit der Verfilmung von Tolkiens Roman ‚Der Herr der Ringe‘. Wir sehnen uns – heute mehr denn je – nach einem gesellschaftlichen Wandel.

Für mich begann der Wandel 2006, als ich Besucher der Wohnprojekttage in München war. Drei Jahre später wohnte ich in einem Modellprojekt für Mehr-Generationen-Wohnen.

Ein Jahr später kam der  Kinofilm ‚Ein neues Wir‚ ins Kino und stellte Wohnprojekte in ganz Europa vor, darunter auch die Gemeinschaft Schloss Tenpelhof bei Crailsheim. Das war der gefühlte Durchbruch für neue Wohnformen – für ein neues WIR-Gefühl. Die sich parallel entwickelnden Trends der Ökodörfer und Tiny-Häuser bringen wir im TinyEcoVillage zusammen.

Aber auch im „Inneren“ der Wohnprojekte wurde Neuland betreten, versucht man doch eine echte Demokratie umzusetzen – möglichst nahe am Konsensprinzip, ohne undurchsichtige Verflechtungen und auf Augenhöhe. Hierbei kann der WIR-Prozess als hilfreiches Werkzeug genutzt werden. Es beginnt schon wenn sich 2 oder 3 Menschen versammeln und „mehr“ im Sinn haben als allein das persönliche Wohl. Es geht darum gemeinsam, zum Wohle aller etwas zu bewirken – im Wohnen, Arbeiten und Wirtschaften.

Der WIR-Prozess basiert auf der Arbeit von Scott Peck und besteht aus praktischen Übungen, die helfen einander in relativ kurzer Zeit intensiv kennenzulernen – möglichst bevor man zusammenzieht. Die Gemeinschaft Schloss Tempelhof ist einer der Pioniere auf diesem Gebiet und hat darauf aufbauend noch weitere Vertiefungsprozesse entwickelt, z.B. den GemeinschaftsIntensivProzess (GIP). Weitere Informationen dazu finden sich im unten stehenden Link.

„Die Entwicklung unserer Gesellschaft ist heute von tiefgreifenden Veränderungen betroffen und provoziert den Ruf nach Reformen. Im Zuge der politischen Versuche von oben werden Menschen mehr und mehr persönlich in die Pflicht genommen. Dem gegenüber sind auch Initiativen von unten als Reaktion auf besagten Wandel erkennbar, und zwar in dem wachsenden Bedürfnis nach mehr Demokratisierung, Mitbestimmung und Mitverantwortung in allen Lebensbereichen, sowohl im Wohnen, als auch im Arbeiten und Wirtschaften.“ 

Urbanes Wohnen München  e.V., 2006