Tiny Eco Village

Schloss Tempelhof - eine Inspiration

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02.01.2021, Fredi Orazem

Über Schloss Tempelhof braucht man eigentlich nicht viel zu schreiben, es gibt dutzende von Reportagen und auf deren Website findet man alles gut erklärt und übersichtlich dargestellt.

Aus einer ersten Zusammenarbeit 2012, entstand die Gemeinschaft Sulzbrunn. Seither bin ich mindestens 1 mal im Jahr am Tempelhof und besuche mit Gemeinschaftsinteressierten das Infocafe.

Durch einen Besuch unserer Kerngruppe, während unserem letzten Gemeinschaftstreffen, hatte ich wieder einmal die Gelegenheit vor Ort zu sein und staunte wie gut die Gemeinschaft durch die Krise kommt, worüber am 19.11.2020 auch der Bayrische Rundfunk berichtete: „Die neue Arbeitswelt – hier ist sie schon lange ganz normal“ … „Hier verwirklichen die Menschen Ihre Vorstellung von nachhaltigen und regionalen Wirtschaften – einem nachhaltigen Leben. Vieles hat sich in der Krise auffällig bewährt.“

Der nächste Anlass eines Besuch am Tempelhof: 

  • ggf. Zusammenarbeit mit der Grundstiftung Tempelhof zur Umsetzung unseres TinyEcoVillage, wofür bereits Vorgespräche stattgefunden haben.     
  • geplant ist die Teilnahme an einem WIR-Prozess für unsere Kerngruppe und für weitere Interessenten

Was wir für unsere Projektplanung von der Gemeinschaft Schloss Tempelhof lernen können?

  • Erstmal Struktur. Für manche mag es dort „zu“ strukturiert sein. Fact ist: was dort angepackt wird führt meist zum Erfolg. So konnte Tempelhof das erste vollautarke Eartship in Deutschland bauen und daran angedockt ein experimentelles Wohnen für TinyHäuser. Jahre vor dem eigentlichen Trend. Die freie Schule die dort gegründet wurde, ist jetzt das Aushängeschild der Gemeinschaft und weit bekannt.
  • Echte Demokratie. Es mag dem Umstand geschuldet sein, dass ein Gründungsmitglied Vorsitzender von „Mehr-Demokratie e.V“ kommt und auch das Büro vor Ort ist. So hat man zwar nach ein paar Jahren das Konsensprinzip etwas abschwächen müssen, damit nicht ein Einzelner ggf. elementare Prozesse behindern kann (jemand der jetzt sein Veto einlegt, muss innerhalb einem gewissen Zeitfenster noch jemanden überzeugen…). Allgemein ist dort der Tenor: Lieber mehr Zeit in Austausch, transparente Prozesse und WIR-Prozesse investieren, dann gehen Entscheidungen auch leichter. 
  • Gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde.Das viele Ideen am Tempelhof umsetzbar sind, liegt auch daran, dass man sich dort nicht abschottet, sondern im regen Austausch sich befindet. Auch hat es wohl beim Bürgermeister für Erstauen gesorgt, dass es durch die Solidargemeinschaft keine Arbeitslose gibt. 
  •  Visionen und Werte 11 Punkte für ein gelingendes Leben in Gemeinschaft und Verbundenheit